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5 Tipps für die Zahnpflege in der Grundschule

29.08.2022

Bei vielen Kindern fallen zum Zeitpunkt um die Einschulung die ersten Milchzähne aus. Die Bleibenden brechen durch. Von der richtigen Putztechnik bis zum regelmäßigen Termin beim Zahnarzt: Wir geben fünf Tipps für gesunde Zähne bei Kindern im Grundschulalter. Damit Karies keine Chance hat!

1. Perfekt geputzte Zähne

Zur richtigen Zahnpflege für Kinder in der Grundschule gehört natürlich das Putzen, und zwar mindestens zweimal, morgens und abends. Viele Jungen und Mädchen greifen in diesem Alter bereits selbst zur Zahnbürste, doch schadet es nicht, sich zum Schulbeginn noch einmal vor Augen zu führen, wie das Säubern richtig geht. Eltern, die das Zähneputzen für den Nachwuchs noch selbst übernehmen, können ihre Kids zum Selberputzen motivieren.

Mit der Formel „KAI“ lernen Kinder die richtige Putztechnik:

  • Zunächst werden die Kauflächen (K) gesäubert, von den Backen- bis zu den Schneidezähnen.
  • Dann reinigt das Kind die Außenflächen (A) in kreisenden Bewegungen.
  • Zuletzt werden die Innenflächen (I) geputzt. Die Zahnbürste wird vom Zahnfleisch zur Zahnkrone bewegt.

Ist diese Reihenfolge erst einmal verinnerlicht, wird keine Stelle mehr vergessen. Eltern sollten bis zur dritten Klasse der Grundschule nachputzen, denn Kindern kann das motorische Geschick fehlen, um alle Stellen komplett von Belägen zu befreien. 

2. Zahnpflege in der Grundschule: die Bleibenden im Fokus

Die Gesundheit der Milchzähne ist wichtig für die Bleibenden, denn frühkindliche Karies kann auch Schäden an den „neuen“ Zähnen verursachen. Deshalb gilt: Die Mundhygiene sollte in keinem Lebensalter zu kurz kommen. Besondere Aufmerksamkeit aber gilt den ersten bleibenden Backenzähnen. Sie heißen Sechsjahrmolaren, denn sie reihen sich im sechsten Lebensjahr meist unbemerkt am Ende der Zahnreihe ein  –  und da es die ersten Zuwachszähne des bleibenden Gebisses sind fällt dafür auch kein Milchbackenzahn aus! Der Bundesverband der Kinderzahnärzte empfiehlt für Backenzähne das Querputzen. Dabei werden die Zähne im 90-Grad-Winkel geputzt, damit die Kauflächen richtig sauber werden.

3. Das passende Werkzeug für die Zahnpflege

Kinder sollten die Zahnbürste gut greifen können. Ob elektrisch oder von Hand: Diese Entscheidung ist Eltern und Kindern überlassen. Richtig angewendet lässt sich  auf beide Arten das Gebiss sauber putzen. Die Bundeszahnärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde empfehlen ab dem sechsten Geburtstag eine Junior- oder Erwachsenenzahnpasta mit einem Gehalt von 1000 bis 1.500 ppm Fluorid und einmal pro Woche einhochdosiertes Fluorid-Gelee (12.500 ppm). Die Mengenangabe ist auf der Verpackung zu finden. Fluorid macht die Zähne unempfindlicher gegen Säure und beugt Karies vor. 

4. Auch die Ernährung spielt mit

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung unterstützt Kinder in einer guten Entwicklung – und ist wichtig, damit die Zähne gesund bleiben. Deshalb sollten säurehaltige Getränke wie Limonade für Kinder eher die Ausnahme bleiben, über die sie sich zu besonderen Anlässen dann umso mehr freuen. Auch zu viel Zucker schadet den Zähnen. Süßigkeiten müssen deshalb kein Tabu sein, aber wenn, dann sollte es sie in kleinen Mengen und möglichst selten geben. In den Schulranzen gehören sie nicht. Für den morgendlichen Snack empfiehlt sich ein gesundes Pausenbrot. Für die Schultüte gibt es viele zuckerfreie Alternativen

5. Im Grundschulalter regelmäßig zum Zahnarzt

Für Kinder ab sechs Jahren sind bis zur Volljährigkeit halbjährliche Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt vorgesehen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Individualprophylaxe. Der Zahnarzt untersucht das Gebiss dabei nicht nur auf Karies, Entzündungen und sonstige Erkrankungen, sondern gibt auch Tipps zum richtigen Zähneputzen und einer gesunden Ernährung. Außerdem berät er darüber, ob eine Fissurenversiegelung sinnvoll ist und führt sie bei Bedarf durch. Um den Zeitpunkt der Einschulung empfiehlt sich zudem ein erster Check beim Kieferorthopäden.

 

Quellen:

  • Das Gesundheitsportal medondo.health
  • Bundesverband der Kinderzahnärzte zum Querputzen: https://www.bukiz.de/themen/zahnpflege/querputzen-ist-das-ao
  • Bundesgesundheitsministerium zu Zahnvorsorgeuntersuchungen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/zahnvorsorgeuntersuchungen.html
  • Berg B, Cremer M, Flothkötter M, Koletzko B, Krämer N, Krawinkel M, Lawrenz B, Przyrembel H, Schiffner U, Splieth C, Vetter K, Weißenborn A. Kariesprävention im Säuglings- und frühen Kindesalter. Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben. Monatsschr Kinderheilkd 2021, 169. DOI: 10.1007/s00112-021-01167-z
  • WalshT, Worthington H V, Glenny A-M,  Marinho V Cc, Jeroncic A. Fluoride toothpastes of different concentrations for preventing dental caries. Cochrane Database Syst Rev. 2019 Mar 4;3(3)
  • de Jong-Lenters M, L'Hoir M, Polak E, Duijster D. Promoting parenting strategies to improve tooth brushing in children: design of a non-randomised cluster-controlled trial. BMC Oral Health. 2019 Sep 6;19(1):210. doi: 10.1186/s12903-019-0902-6. PMID: 31492121; PMCID: PMC6731582.
  • CatteauC, Trentesaux T, Delfosse C, Rousset M-M. Consumption of fruit juices and fruit drinks: impact on the health of children and teenagers, the dentist's point of view. Arch Pediatr. 2012 Feb;19(2):118-24.